Keyboard shortcuts

Press or to navigate between chapters

Press S or / to search in the book

Press ? to show this help

Press Esc to hide this help

Erstellung eines Clones am Ende eines Backups

Note

Diese Funktionalität steht erst mit raspiBackup Release 0.7.3 zur Verfügung und ist momentan im Beta Stadium

raspiBackup kann nach der Erstellung eines Backups dieses sofort auf ein lokal angeschlossenes Gerät zurückspielen. Damit existiert ein sogenannter kalter Backup, welcher sofort genutzt werden kann, um ein ausgefallenes Gerät oder ein nicht mehr startbares OS durch Wechsel des Bootmediums sofort wieder zu starten. Ohne diese Funktion muss erst ein existierendes Backup zurückgespielt werden. Dieses dauert seine Zeit. Wird der Backuptyp rsync genutzt ist das Zurückspielen des aktuellen Backups auf das Clonegerät nur eine Synchonisation mit dem aktuellen Backup und sehr schnell beendet. Der Backuptyp tar ist immer ein vollständiges Zurückspielen des Backups auf das Clonegerät und dauert dementsprechend länger.

Es werden nur der Backuptyp rsync und tar sowie beide Backupmodes unterstützt.

Note

Im Folgenden wird als Clonegerät /dev/sda angenommen. Andere Beispiele wären /dev/mmcblk1 oder /dev/nvme1n1. Ausserdem wird eine PARTUUID 2a6bd249-01 angenommen.

Vorgehensweise um das Cloning einzuschalten:

  1. Erstellen eines Backups

  2. Zurückspielen des Backups auf das Clonedevice /dev/sda

  3. Auflistung der PARTUUIDs des Clonegerätes mit blkid | grep "/dev/sda" und Auswahl einer PARTUUID. Z.B. 2a6bd249-01.

  4. Cloning einschalten

    1. Mit dem Installer

      Im Installer ist das <Clonegerät> wie auch die PARTUUID bei M3->C10 zu konfigurieren. Die PARTUUID muss von dem Clonegerät durch Leerzeichen getrennt sein.

      Hinweis: Das Clonegerät muss dazu angeschlossen sein.

    2. Manuelle Anpassung der Konfigurationsdatei /usr/local/etc/raspiBackup.conf

      In der Option DEFAULT_CLONE_DEVICE muss das Clonedevice /dev/sda und die PARTUUID in der Option DEFAULT_CLONE_PARTUUID konfiguriert werden.

  5. Erstellen eines Backups sowie eines Clones

    1. Befehlzeile

      Auf der Befehlszeile ist beim Starten des Backups die Option --clone <Clonegerät> anzugegeben. <Clonegerät> ist dabei das lokal angeschlossene Gerät auf welchem der aktuelle Backup synchronisiert bzw zurückgespielt werden soll. Im Beispiel wäre es --clone /dev/sda

      Hinweis: Eine PARTUUID muss vorher konfiguriert worden sein.

    2. Regelmäßiger automatischer Aufruf

      Ist im Installer der regelmäßige Aufruf konfiguriert wird automatisch regelmäßig ein Backup und ein Clone erstellt.

Important

Es werden folgende Tests vorgenommen, um ein versehentliches Überschreiben von anderen angeschlossenen Geräten zu verhindern:

  1. Die Konfigurationsvariable DEFAULT_CLONE_PARTUUID muss mit der PARTUUID einer Partition des Clonedevices übereinstimmen.
  2. Die Partitionierung des Clonegerätes muss mit der Partitionierung des laufenden Systems übereinstimmen. Die letzte Partionsgröße darf unterschiedlich sein.

Caution

Bei bestimmten Konfigurationen kann es sein, dass nach einem Neustart der Raspberry von dem Clonegerät gebootet wird. Das kann besonders dann auftreten, wenn per USB Boot von einer USB Platte oder USB SSD gebootet wird und das Clonegerät ebenfalls per USB angeschlossen ist. Ein sorgfältiger Test ist dann unumgänglich.

Soll die Erstellung eines Clones wieder ausgeschaltet werden muss mit dem Installer bei M3->C10 das Clonegerät und die PARTUUID bzw manuell in der Konfigurationsdatei gelõscht werden.

Zusammenfassung der wesentlichen Funktionen im Zusammanhang mit einem Clone

  1. Ein Clone muss durch das Zurückspielen eines Backups initialisiert werden. Dabei wird das Clonegerät mit neuen PARTUUIDs versehen und idort /etc/fstab sowie /boot/cmdline.txt mit den neuen PARTUUIDs gesynct.
  2. Beim Clone wird das Clonegerät nicht mit neuen PARTUUIDs versehen. Da /etc/fstab und /boot/cmdline.txt durch den Clone immer wieder die PARTUUIs des Systems erhalten, werden die PARTUUIDs immer wieder mit den PARTUUIDs des Clonegerätes gesycnt.
  3. Beim Clone muss die DEFAULT_CLONE_PARTUUID eine PARTUUID einer Clonepartition enthalten damit nicht aus Versehen ein falsches Gerät überschrieben wird. Zusätzlich muss die Partitionierung des Clonegerätes mit der Paritionierung des Systems übereinstimmen (Anzahl und Größe). Die letzte Parition kann kleiner oder größer sein.